Aug 20 2019

WZ vom 07.08.2008

WZ 07.08.2008

Ferien auf dem Minigolfplatz:
Hier geht es ganz entspannt zu

Ferienmacher Früher war Norbert Ciupka in der IT-Branche tätig. Jetzt ist er Betreiber einer Minigolf-Anlage – und viel gelassener.

Von Phillip Wurm

Von sauber geschnittenen Hecken eingegrenzt, leicht abschüssig an einem Hang gelegen, so zeigt sich die Minigolf-Anlage an der Oberen Lichtenplatzer Straße. Ein kleines Wohlfühl-Gelände mit vielen Bäumen und Büschen und Golfbahnen. Dass alles so gepflegt aussieht, hängt damit zusammen, dass der Platz nahe der Barmer Anlagen vor Kurzem erneuert wurde.

Norbert Ciupka, der Betreiber, hat sie zu Beginn des Jahres von den bisherigen Besitzern übernommen. Jetzt steht die Anlage, ähnlich dem Altershinweis „6 bis 99 Jahre“ auf Spielesammlungen, jungen, mitteljungen und älteren Besuchern zur freien Verfügung. „Am häufigsten kommen Familien – Großeltern spielen mit ihren Enkeln, Kinder feiern unter der Obhut ihrer Eltern ihren Geburtstag“, sagt Ciupka. In der possierlichen Holzhütte, in der Ciupka tagsüber an der Kasse sitzt und Süßigkeiten oder Kaffee verkauft, lagern Schläger in allen Größen. Federleichte für die Kleinkinder, schwere für ausgewachsene Männer.

Der Ball muss an Wasserbecken, Felssteinen und Sandkästen vorbei. Ciupka legt Wert darauf, dass seine Minigolf Anlage sich von der Konkurrenz unterscheidet. Ganz unrecht hat er damit nicht. Wer wissen will, warum, braucht sich nur den Namen der Anlage anzuschauen – „Adventure Golf“. Der Begriff bezeichnet eine spezielle Minigolf-Gattung, die ihren Ursprung in den USA hat und in Deutschland noch nicht so weit verbreitet ist. „Adventure Golf spielt man mit ungewöhnlichen Hindernissen“ erklärt er. Auf dem Parcours finden sich denn auch nicht die üblichen Hindernisse, etwa betonierte Hubbel oder Blechröhren. Stattdessen muss der Spieler den Ball an Wasserbecken, Felssteinen oder Sandkästen vorbei bugsieren. Und noch etwas ist anders: Die Anlage verfügt über einen eigenen Biergarten – während die Kleinen den Schläger schwingen, können die Eltern bei einem kühlen Getränk den Tag ausklingen lassen.

So läßt sich der Sommer aushalten. Schöner Nebeneffekt: „Ich habe es mit ganz entspannten Menschen zu tun“. Das kommt Betreiber Ciupka entgegen, denn er hat sich bis vor Kurzem noch als Manager in der IT-Branche aufgerieben. Dann wollte er einen Gang herunterschalten und „mehr Ruhe“ haben. Ein Ziel, das er nun voll und ganz erreicht hat.

Quelle: WZ vom 07.08.2008